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Asia Tour 
Mumbai, April 20th, 2016, photo Luca Rossetti
Mumbai , India on April 20th, 2016
 Famous conductor Zubin Mehta celebrates his 80th birthday 
with a concert with Andrea
Mumbai, April 20th, 2016, photo Luca Rossetti
Mumbai, April 20th, 2016, photo Luca Rossetti
“Cinema World Tour”
 
April 22, 2016 -  Du Arena, Yas Island, Abu Dhabi
AbuDhabi, April 22, 2016, photo Luca Rossetti
conductor Carlo Bernini
soprano Maria Katzarava 
flutist Andrea Griminelli
special guest Emirati-Yemeni singer Balqees Fathi, 
UAE’s NSO Symphony Orchestra & Chorus

 

AbuDhabi, April 22, 2016, photo Luca Rossetti

April 26, 2016 - Manila, Philippines, Mall of Asia Arena

soprano Maria Katzarava 
flutist Andrea Griminelli
ABS-CBN Philharmonic Orchestra
  the Ateneo Chamber Singers. 
photo for almud srl.
soprano Christine Allado

April 28, 2016 - Tokyo, Japan, Tokyo International Forum
Tokyo, April28, 2016, photo by © Ren Kobayashi for Almud srl.
 soprano Sarah Alainn, 
conductor Carlo Bernini 
flutist Andrea Griminelli 
Tokyo, April28, 2016, photo by © Ren Kobayashi for Almud srl.
Seoul, CINEMA WORLD TOUR, Korea, Olympic Park Gymnastics Stadium

 

photo for almud srl.
conductor: Eugene Kohn  
Prime Philharmonic Orchestra  Maesta Opera Choir.

 

photo for almud srl.
photo for almud srl.
soprano: Maria Katzarava
flutist: Andrea Griminelli  
special guest: Illaria della Bidia
 

 

photo for almud srl.
Andrea's reflection in a message to his fans 
Mumbai, April 20th, 2016, photo Luca Rossetti
 
Andreas Resümee in einer Nachricht an seine Fans (
italienisches Original hier)
deutsche Übersetzung
02-05-2016

Ihr Lieben, ich schreibe euch aus dem Flugzeug, das mich zurück nach Hause bringt, wo ich meine Söhne Amos und Matteo wieder in die Arme schließen kann, wo mich die Verwandten und die Freunde seit jeher erwarten, aber auch meine geliebten Pferde, und die Geschmäcker und Gerüche im Marienmonat Mai: eine Zeit, in der sich in Italien die Natur in festlichem Kleid zeigt, in der das Leben in all seiner Schönheit triumphiert, und die Hoffnung auch im müdesten Herzens wieder entfacht wird und erwächst.

Hinter mir, Seoul, jenes “Land des stillen Morgens” wo ich das letzt Konzert einer Tour gegeben habe, die vor nun fast zwei Wochen mit meinem Debüt in Indien, in Mumbai begonnen hat. Das Adrenalin kreist noch dermaßen, dass im Moment an Schlaf nicht zu denken ist. Im Kopf kreisen viele Begegnungen, öffentliche und private, viele Treffen, die dazu bestimmt sind, sich in neue schöne Erinnerungen zu verwandeln.

Gern teile ich hier einige beispielhaft mit euch, allen voran ein lebhaftes Bild, nicht von der Bühne aus, sondern als Zuschauer im Saal, Seite an Seite mit Zubin Mehta und seiner Frau Nancy, während sich im Rampenlicht junge Chorsänger und Musiker der “Mehli Mehta Music Foundation” präsentierten. Der Eindruck von Indien konnte nicht strahlender sein, dank des Enthusiasmus und der Bravour einer solch multikulturellen Armee junger Musikanten, die zum Schönen erzogen sind, denen Veronica und ich applaudieren durften, kaum dass wir in Mumbai gelandet waren.

Dies ist eines der vielen philanthropischen Projekte, die der Großzügigkeit des großartigsten der heute noch aktiven Orchesterdirigenten zu verdanken ist, Zubin Mehta nämlich. In den vergangenen Tagen, anlässlich seines achtzigsten Geburtstags, hatte ich das Privileg, mit ihm zu feiern, indem ich bei einem Konzert in Mumbai, seinem Geburtsort sang. Und es war sehr schön, seine Überraschung zu mitzuerleben (und sofort danach seine Rührung), als plötzlich das Orchester nicht mehr seinem Dirigentenstab folgte und stattdessen das klassische “Happy Birthday” anstimmte!

Nach den indische Erlebnissen, festlich, faszinierend und auch ein wenig surreal (bezüglich des gigantischen “Brabourne Stadium”, einem indischen Tempel des Cricket, in dem das Konzert stattfand), sind wir nach Abu Dhabi geflogen und fanden dort wieder die Herzlichkeit jenes außergewöhnlichen Volkes und angenehme sommerliche Temperaturen. Einige Freunde haben die Gelegenheit ein paar freier Stunden dazu genutzt, uns das bewegende Erlebnis eines Sonnenuntergangs in der Wüste zu schenken. Und so haben wir das schwindelerregende Gefühl eines zeit- und grenzenlosen Ortes wahrgenommen, der seit jeher dazu bestimmt war – für Jesus Christus und viele Mystiker – dieser erhabene Ort, dort zu meditieren, dort zu sich selbst zu finden.

In den Dünen herumzulaufen, mit unserer kleinen Virginia, hat uns – Veronica und mich – daran erinnert, wie wir vor vielen Jahren die Wüste zusammen mit Amos und Matteo besucht haben., die damals noch Kinder waren… Und die Freude hat sich mit der Erinnerung vermischt, derart, dass wir beschlossen haben, baldmöglichst alle zusammen wieder an diesen spektakulären Ort zurückzukehren.

Vor der folgenden Etappe der Tour, war eine Auszeit von vierundzwanzig Stunden vorgesehen (ich enthülle hier ein kleines Geheimnis), die wir dafür vorgesehen hatten, den Oman zu besuchen, eine Nation von außerordentlicher natürlicher Schönheit. In Muskat habe ich im kristallklaren Meer  mein erstes Bad der Saison genommen, aber auch die Gelegenheit wahrgenommen, neue und schöne Freundschaften zu schließen. 

Nach zwölf Jahren konnte ich dann wieder die philippinische Gemeinschaft umarmen, die mich mit ihrer Freundlichkeit überrascht. Ich tauchte ein in das Zentrum einer Megametropole (Manila), chaotisch und doch gastfreundlich, und wurde von einer herzlichen Bevölkerung aufgenommen, die noch ihren christlichen Glauben mit Enthusiasmus und Stolz lebt (etwas, was leider in Europa nicht in solcher Häufigkeit geschieht).

Und noch eine große Hauptstadt des Ostens, noch ein überraschender Empfang. Tokio hat mein Herz erobert, was zu dem festen Vorsatz geführt hat, möglichst bald dorthin zurückzukehren und zum Bedauern, dass der Aufenthalt dieses mal nur so kurz war aufgrund des straffen Terminplans, der mich zum guten Schluss nach Seoul gebracht hat, wo ich – vor wenigen Stunden – bestens die Tour abgeschlossen habe, mit der Euphorie, dass ich bei einem teilnahmsvollen Publikum Emotionen auslösen konnte, aber auch mit dem freudigen Gedanken, das gebe ich zu, das Ende der Tour vor mir zu habe, “den Duft des Zuhause” wahrzunehmen: genau wie meine geliebten Pferde , die, wenn sie von weitem ihren Stall riechen, mit mehr Enthusiasmus galoppieren!  

In Korea erreichte mich ein ’“in bocca al lupo” (italienische Wünsche für ein gutes Gelingen) von der Freundin Sumi Jo… Sie ist in Italien engagiert genau zu der Zeit, in der ich in ihrem Geburtsland singe. Sumi,  die berühmte Sopranistin, die ich gerne bald wiedertreffen werde, wenn ich mit ihr die Bühne anlässlich einer Gelegenheit teilen werde, die ich noch nicht ankündigen kann, die aber bald bekannt gegeben wird. 

Apropos große Künstler, ich möchte gerne meinen Reisegefährten danken: denjenigen, die mich vom Pult dirigiert haben, Zubin Mehta, Carlo Bernini und Eugene Kohn, die Sopranistin Maria Katzarava, die bei jeder Etappe der Tour dabei war, die Popgäste Balqees Fathi, Christine Allado, Sara h Àlainn und Ilaria Della Bidia. Ein besonderer Dank letztendlich an den Flötisten und brüderlichen Freund Andrea Griminelli: trotzdem dass ich ein hoffnungslos schlechter Schüler und nur ein bescheidener Spieler bin, ist die Flöte ein Instrument, das ich liebe, und das ich immer wieder gerne spiele, das ich gerne höre, das ich gerne mit dem Klavier begleite. Nicht nur Andreas Kunst, sondern auch seine Freude am Leben haben jene Momente der Ermüdung erleichtert, die es fatalerweise bei jeder Tour gibt.

Und so befinde ich mich mal wieder über den Wolken, auch ich galoppiere voller Enthusiasmus der Heimat entgegen, mit dem Herzen voller Anerkennung für das Leben und für IHN, der es erschaffen hat, vielen Menschen verpflichtet, die ich getroffen habe und die mir ihre Zeit und ihre geneigtes Gehör geschenkt haben. Genauso wie euch, die ihr die Güte hattet, an diesen meinen neuesten Notizen teilzuhaben, in der Erwartung euch wieder zutreffen: persönlich, um euch die Hand zu schütteln, oder im Theater oder über die Töne einer Platte.

Andrea 

 

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